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Endungen der Substantive, die sich von Adjektiven ableiten

Sobald Adjektive ihre Entsprechung in Substantiven finden, müssen sie sprachlich gekennzeichnet werden. Das geschieht entweder durch Substantivierungen, z.B. das Schöne, das Gute usw. oder durch Anhängen substantivischer Endungen: -heit, -keit. Welche der beiden in Frage kommt, ist jedoch keinesfalls beliebig.

Endungslose - und das sind in der Mehrzahl einsilbige Adjektive - erhalten die Nachsilbe -heit, Schönheit, Rohheit, Dummheit, Geilheit, Frechheit. Dagegen ist -keit das notwendige Anhängsel für Adjektive, die bereits eine spezifische Adjektivendung aufweisen, -lich, -ig, -isch, -bar: Hässlichkeit, Gehässigkeit, Mürrischkeit, Machbarkeit.

Unübersichtlich wird es bei mehrsilbigen Adjektiven, die keine spezifische Endung aufweisen. Folgt man der oben dargestellten Erkenntnis, haben sie generell die Endung -heit (Unbefangenheit, Unverschämtheit, Gewissheit, Zufriedenheit, Verschiedenheit, Sicherheit).

Nur, wie verhält es sich mit Bitterkeit und Übelkeit? Erlaubt es uns unser Sprachgefühl nicht, sie mit -heit zu verbinden, sind sie die berühmten Ausnahmen von der Regel, oder sollen Bedeutungsunterschiede sichtbar gemacht werden? Ist Übelheit womöglich etwas anderes als Übelkeit - Bitterheit etwas anderes als Bitterkeit?

Gunhild Simon

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