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quick und queck

“Quick”, so hieß eine Illustrierte der Regenbogenpresse. Auch aus dem Englischen ist quick geläufig - a quick squirrel, so lautete meine erste Begegnung. Das englische quick bedeutet also flink.

Auch Quecksilber, englisch quicksilver (neben mercury, Mercurium), enthält dieses Element. Uns ist quick oder queck für schnell, flink als deutsches Adjektiv kaum noch gegenwärtig.

Man findet es bei Fontane, z. B: “… weil Hedwig ein heiteres, quickes und sehr anstelliges Ding war …” [1]

Schaut man im Wörterbuch nach, so ist quick: lebhaft, lebendig, munter, flink.

Etymologisch ist es mit ‘keck’ verwandt. Die im Wort ‘Quecksilber’ enthaltene Bedeutung kommt schon aus dem Mittelhochdeutschen, dort in den Formen ‘quec, kec, koc’ in den Bedeutungen: lebendig, frisch; fest, gedrungen; frisch, munter, mutig. Dazu auch das Nomen ‘quecke, kecke’: frisches, mutiges Wesen, Tapferkeit.

Es gibt auch ein Gras, gefürchtet bei Gärtnern und Ackerbauern, das sich Quecke, Kriechquecke, Elymus repens nennt. Die Quecke bildet Erdsprosse aus, die sich unterirdisch ausbreiten.

Versucht man ein Grasbüschel herauszureißen, merkt man bald, dass daran ein ganzes Wurzelgeflecht mit vielen keimenden und ans Licht strebenden weißen Sprossen hängt. Jeder Versuch, ihrer Herr durch Jäten zu werden, mündet in eine weitere Verbreitung, da jeder zurückgelassene Erdspross sich zu einer neuen Pflanze entwickelt. [2] Auch der Quecke liegt das Wort queck, quick zugrunde. Es hat hier die Bedeutung zählebig.

[1] Fontane: Der Stechlin

[2] Wikipedia: Kriech-Quecke

Gunhild Simon
Nov 11 2009

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